Erfolgreiche Wundbehandlung
Aus der Praxis der anthroposophisch erweiterten Krankenpflege
Während man noch bis in die sechziger Jahre Wunden trocken behandelt, geeist und geföhnt hat, haben Studien erwiesen, dass sie bei feuchter Behandlung doppelt so schnell heilen. Seitdem wurden zahlreiche neue Verbandsmateralien entwickelt. Dabei könnte man leicht übersehen, dass viele Naturmaterialien interessante, kostengünstige möglichkeiten bieten: zum Beispiel der Weißkohl und Honig.
Es gibt wohl kaum einen Bereich innerhalb der Medizin, der so alt ist wie die Wundversorgung und Wundbehandlung. Er ist so alt wie die Menschheit selbst, und wohl jeder Mensch, sowohl heute wie in der Vergangenheit, hat schon einmal am eigenen Leib die Wunde und das Wundsem erfahren. Gegenüber der Um- und Außenwelt ist der Mensch abgeschirmt und geschützt durch seine Haut. Sie bewirkt eine Grenzbildung und erlaubt ihm seine Eigenheit zu bewahren. In den allermeisten Fällen ist die Ursache einer Wunde durch äußere verletzende Einwirkung bestimmt; seltener aufgrund innerer Bedingungen und Krankheiten. Mit dem Auftreten einer Wunde wird in einem kleinen Bereich die notwendige Grenzbildung zwischen Außen- und Innenwelt aufgehoben. Dies bewirkt nun, dass im Organismus sofort Kräfte aufgerufen werden, die die Aufgabe haben, die Unversehrtheit wieder herzustellen und die offene Wunde zu schließen. Die "Ganzheit", die in einem Bereich zerstört wurde, wird wieder heil. An diese Heilkräfte, die jedem lebenden Organismus innewohnen, wendet man sich in Wirklichkeit mit jeder Wundversorgung und -behandlung. Zum einen versucht man im Wundbereich Bedingungen und ein Milieu herbeizuführen, das dem Wirken dieser Heilkräfte entgegen kommt, zum anderen versucht man durch entsprechende Anwendungen und Substanzen diese Heilkräfte direkt anzuregen. Sowohl in den frühen Menschheitskulturen wie auch insbesondere heute noch bei den Naturvölkern findet sich ein reiches Wissen und ein enormer Erfahrungsschatz in der Wundbehandlung, wobei gerade Heilpflanzen einen großen Stellenwert innehaben. Durch die eigene Naturverbundenheit und das instinktive Wissen, wie die Lebenskräfte und Heilkräfte des Organismus in inniger Verwandtschaft mit dem Pflanzenreich der Natur stehen, konnte dieser Erfahrungsschatz erworben werden. Als Angehöriger unserer heutigen zivilisierten Welt, in der die unmittelbare, gegebene Naturverbundenheit des Menschen verloren gegangen ist, kann man nur staunend auf dieses überlieferte Erfahrungswissen blicken. Mit unserer heutigen, in den zivilisierten Ländern entwickelten Denk- und Vorstellungswelt, die nicht durch das mit und in der Natur leben geprägt ist, sondern sich an dem Nachdenken über die Natur und deren analytischer Erforschung orientiert, wurde eine neue Begründung der Behandlung, die sich auf die materiellen Vorgänge stützt, entwickelt. Dabei haben wir aber allmählich den Zugang zu diesem älteren Wissen über die Verwandtschaft des Menschen und seiner Heilkräfte mit der uns umgebenden Natur verloren. Heute können wir die Brücke zu den seit altersher bekannten Heilpflanzen nur noch in reduzierter Form über die bei ihnen zu isolierenden Wirkstoffe finden. Eine zukünftige Medizin wird aber über die stofflich-materiellen Beziehungen hinaus aufzeigen, welche prozessualen Zusammenhänge zwischen den Bildekräften, die sich in den Heilpflanzen offenbaren, und den Heilkräften im Menschen bestehen. Bereits bei Paracelsus können wir in seinen drei Prinzipien "Sal - Merkur - Sulfur" entsprechende Ansätze finden. Aber erst in der Anthroposophischen Medizin wird, unter Einbeziehung der heutigen naturwissenschaftlich gewonnenen medizinischen Erkenntnisse, ein neuer Zugang zu den komplexen Verwandtschaftsbeziehungen des Menschen zur Natur ermöglicht. In dem vorliegenden Buch wird dies beispielhaft im Hinblick auf den Wundbereich dargestellt. Altbekannte und bewährte Maßnahmen und Anwendungen können so mit unserem heutigen Bewusstsein erkenntnismäßig erfasst und durchschaut werden. In der anthroposophisch-menschenkundlichen Betrachtung erscheinen sie in einem neuen Licht, in dem Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten zwischen der Wunde, ihrer Heilung und der Natur aufgedeckt werden. So ölffnet sich ein neuer Zugang zu der Wundbehandlung. Besonders anschaulich und ausführlich wird dies in Bezug zum Kohl und Honig beschrieben. Der Autor, ein erfahrener Krankenpfleger an der Filderklinik bei Stuttgart, verfügt über große praktische Erfahrung. Diese immer wieder in seinen Ausführungen sprechen zu lassen, ist ihm in wohltuender Weise gelungen.

Ausführung: 100 Seiten, gebunden
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